6 Gründe, warum du deine Stücke
auswendiglernen solltest

Ein Stück von Anfang an aus­wen­dig zu ler­nen lohnt sich aus 6 Gründen:

Aufzählung - So gehts_01kl Es macht unheim­lich Ein­druck, wenn man aus­wen­dig vorspielt.
Aufzählung - So gehts_02kl Man erkennt melo­di­sche und har­mo­ni­sche Mus­ter, die man sonst nicht bewusst wahr­ge­nom­men hät­te – weil man nach Mus­tern sucht, um sich das aus­wen­dig ler­nen zu erleichtern.
Aufzählung - So gehts_03kl Man lernt das Stück bes­ser ken­nen, weil man sich inten­si­ver und auf meh­re­ren Ebe­nen damit auseinandersetzt.
Aufzeichnung_04kl Man spielt viel nuan­cier­ter, weil man vie­le Fein­hei­ten erkannt hat, die man jetzt erst klang­lich aus­drü­cken kann – über die man sonst hin­weg gespielt hät­te: Nur was man sieht/erkennt – kann man auch wiedergeben.
Aufzeichnung_05 Weil man das Stück auf meh­re­ren Ebe­nen sicher beherrscht (Fin­ger­ge­dächt­nis, visu­el­les Gedächt­nis, kogni­ti­ve Esels­brü­cken), kann man die Musik beim Vor­spiel aus sich her­aus­flie­ßen las­sen: man wird buch­stäb­lich zur Musik statt nur den Noten­text zu übersetzen.
Aufzeichnung_06kl Und zuletzt ist ein feh­ler­frei­es Vor­spiel garan­tiert: man weiß ein­fach wann wel­che Note, wann wel­cher Abschnitt kommt und auch wenn man wäh­rend des Vor­spiels raus­flie­gen soll­te, kommt man vom Publi­kum unbe­merkt wie­der rein.

Das ist natür­lich der Ide­al­fall. In der Rea­li­tät sieht das lei­der bei den meis­ten Kla­vier­spie­lern anders aus, denn das The­ma „wie” ler­ne ich am bes­ten aus­wen­dig ist nicht Gegen­stand des Kla­vier­un­ter­richts. Die, die nach jah­re­lan­gem Pro­bie­ren eine Metho­de für sich gefun­den haben, behal­ten sie für sich — zum Teil, weil auch nie­mand nachfragt. 

So pla­gen wir uns jahr­zehn­te­lang damit ab und jedes Mal vor dem Vor­spiel zit­tern uns die Hän­de — klappt es, klappt es nicht? 

Die gän­gigs­te Auswendiglern-Methode ist das mehr­ma­li­ge Durch­spie­len des Stücks — bis etwas hän­gen bleibt. Und jeder weiß, dass die­se Metho­de, die auf dem Fin­ger­ge­dächt­nis basiert, ein zwei­schnei­di­ges Schwert ist: beim Vor­spiel ist es gera­de­zu eine Sache des Glücks, es ohne Gedächt­nis­lü­cken durch­zu­krie­gen. Man hat wenig gedank­li­che Kon­trol­le über das Stück, es läuft gewis­ser­ma­ßen von allein, sodass man nie weiß, an wel­cher Stel­le es einen wäh­rend des Vor­spiels erwischt.

Dass es auch anders geht, zei­gen die jüngs­ten Erkennt­nis­se in der Lern­for­schung . Es sei viel erfolg­ver­spre­chen­der, nur weni­ge Minu­ten am Stück zu arbei­ten, dafür aber mit 100%iger Auf­merk­sam­keit – statt das Stück mehr­mals von Anfang bis Ende durchzuspielen. 

Nur weni­ge Minu­ten geis­ti­ge Anstren­gung – und man kann ein Stück

  • schnell und effi­zi­ent aus­wen­dig lernen, 
  • hat es jeder Zeit abrufbereit 
  • und ist sich 100%ig sicher, es auch feh­ler­frei vor­spie­len zu können 

Um das zu errei­chen gibt es neben der Durchspiel-Methode noch zwei wei­te­re Metho­den, die wir im Bei­trag „Drei Auswendiglern-Methoden” kurz vorstellen. 

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